Und eigentlich müsste man gerade von einer Organisation, die in ihrem Namen das Wörtchen "Ethik" führt, erwarten dürfen, dass sie darüber nachdenkt, was die Angehörigen der Opfer womöglich dabei empfinden, dass ihre im KZ ermordeten Angehörigen jetzt in Bild und Text mit geschlachteten Hühnern und Schweinen gleichgesetzt werden.
[quelle]
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... warum das rad neu erfinden? der artikel enthält fast alles, was auch mir durch den kopf geht, wenn ich lese:
"ich lebe JETZT in einer zeit, in der mir tagtäglich gänzlich andere H***Cäuste begegnen:
Ich erlebe den H***Caust an Bäumen, am Regenwald, an städt. Parks
den H***Caust an der Stille und der Beschaulichkeit (Ozonhusten, Motoren, Industrie)
den H***Caust an der Luft (!(!!)) mit jedem Autofahrer
den H***Caust an der Landwirtschaft und unserer Nahrung: Dürre
den H***Caust an Wasser, Küsten, Meerestieren: Öltanker
den H***Caust an seltenen Tierarten: Wilderer
den H***Caust am Klima mit dem Treibhauseffekt, Industrie, Wachstum
den H***Caust an Gärten, die von Bauträgern aufgekauft und dann mit wertvollen Wohnquadratmetern zubetoniert werden (...) [quelle: 13.august / int.289]
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welches denken braucht es, um von einem "holocaust an der luft" zu schreiben und für die "unschuld" des begriffes "endlösung" einzutreten.
dass dieses grauen unvorstellbar ist und damit sicher nur schwer "fassbar", dass die menschliche psyche dazu neigt hier blockaden aufzubauen, all das ist nachvollziehbar, ist verständlich, rechtfertigt imho jedoch in keiner weise den versuch begriffe, die seit der zeit des nationalsozialismus so eindeutig besetzt sind, "reinwaschen" zu wollen.
zudem gibt es keine "unschuldigen" begriffe, maximal wertneutrale und auch das ist fraglich. ein begriff jedoch, der auch nur einmal in der geschichte so besetzt war wie "endlösung" ist von dieser besetzung nicht mehr zu trennen.
nun aber konkret zu: 13.august / int.288
" (...) rassistische ansätze, wiederbetätigung u.ä. es ist eine sehr billige art, weil man auf die weise sein gesicht verliert und sich sofort ins eck des bösen stellt. ja und dann gibt es die anderen internetter, die liebend gern auf diesen zug aufspringen - nämlich dadurch, dass sie sich regelrecht daran begeilen, wieder jemanden zu finden, über den sie sich aufregen können. man möchte meinen, sie tun das gerne: sie regen sich gerne auf. ja, sie durchforsten das netz geradezu nach aufregern! sie zeigen gerne mit dem finger auf den cybernautischen sündenbock: sie tun so als wären sie gerÄchtigkeitsfanatiker, in wirklichkeit sind sie rechthabfanatiker.
ich selber hatte jahrelang die zweifelhafte ehre, mit der rolle solch eines cybernautischen sündenbockes betraut gewesen zu sein. (...)
da irrt die autorin leider, wie nicht nur die deutschen verfassungsschutzberichte zeigen.
besonders lesenswert dazu, wie "geächtet" rechtsextremes gedankengut tatsächlich ist, ist dieser artikel von Heribert Schiedel/Martin Tröger: »Zum deutschnationalen Korporationswesen in Österreich«.
über antisemitismus im internet: David Gall: »Mit hundert Seiten gegen eine Naziseite«
um es auf den punkt zu bringen: die, die sich weigern stillschweigend über ausländerfeindlichkeiten hinweg zu gehen pauschal in dieser art abzutun, nur weil du mit einigen von ihnen in der vergangenheit schon schwierigkeiten hattest, das ist - mit verlaub - mehr als nur billig.
du kannst es in meinen augen drehen und wenden, wie du willst:
Schweigen ist ein Teil der Leugnung
[quelle]
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... warum das rad neu erfinden? der artikel enthält fast alles, was auch mir durch den kopf geht, wenn ich lese:
"ich lebe JETZT in einer zeit, in der mir tagtäglich gänzlich andere H***Cäuste begegnen:
Ich erlebe den H***Caust an Bäumen, am Regenwald, an städt. Parks
den H***Caust an der Stille und der Beschaulichkeit (Ozonhusten, Motoren, Industrie)
den H***Caust an der Luft (!(!!)) mit jedem Autofahrer
den H***Caust an der Landwirtschaft und unserer Nahrung: Dürre
den H***Caust an Wasser, Küsten, Meerestieren: Öltanker
den H***Caust an seltenen Tierarten: Wilderer
den H***Caust am Klima mit dem Treibhauseffekt, Industrie, Wachstum
den H***Caust an Gärten, die von Bauträgern aufgekauft und dann mit wertvollen Wohnquadratmetern zubetoniert werden (...) [quelle: 13.august / int.289]
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welches denken braucht es, um von einem "holocaust an der luft" zu schreiben und für die "unschuld" des begriffes "endlösung" einzutreten.
dass dieses grauen unvorstellbar ist und damit sicher nur schwer "fassbar", dass die menschliche psyche dazu neigt hier blockaden aufzubauen, all das ist nachvollziehbar, ist verständlich, rechtfertigt imho jedoch in keiner weise den versuch begriffe, die seit der zeit des nationalsozialismus so eindeutig besetzt sind, "reinwaschen" zu wollen.
zudem gibt es keine "unschuldigen" begriffe, maximal wertneutrale und auch das ist fraglich. ein begriff jedoch, der auch nur einmal in der geschichte so besetzt war wie "endlösung" ist von dieser besetzung nicht mehr zu trennen.
nun aber konkret zu: 13.august / int.288
" (...) rassistische ansätze, wiederbetätigung u.ä. es ist eine sehr billige art, weil man auf die weise sein gesicht verliert und sich sofort ins eck des bösen stellt. ja und dann gibt es die anderen internetter, die liebend gern auf diesen zug aufspringen - nämlich dadurch, dass sie sich regelrecht daran begeilen, wieder jemanden zu finden, über den sie sich aufregen können. man möchte meinen, sie tun das gerne: sie regen sich gerne auf. ja, sie durchforsten das netz geradezu nach aufregern! sie zeigen gerne mit dem finger auf den cybernautischen sündenbock: sie tun so als wären sie gerÄchtigkeitsfanatiker, in wirklichkeit sind sie rechthabfanatiker.
ich selber hatte jahrelang die zweifelhafte ehre, mit der rolle solch eines cybernautischen sündenbockes betraut gewesen zu sein. (...)
da irrt die autorin leider, wie nicht nur die deutschen verfassungsschutzberichte zeigen.
besonders lesenswert dazu, wie "geächtet" rechtsextremes gedankengut tatsächlich ist, ist dieser artikel von Heribert Schiedel/Martin Tröger: »Zum deutschnationalen Korporationswesen in Österreich«.
über antisemitismus im internet: David Gall: »Mit hundert Seiten gegen eine Naziseite«
um es auf den punkt zu bringen: die, die sich weigern stillschweigend über ausländerfeindlichkeiten hinweg zu gehen pauschal in dieser art abzutun, nur weil du mit einigen von ihnen in der vergangenheit schon schwierigkeiten hattest, das ist - mit verlaub - mehr als nur billig.
du kannst es in meinen augen drehen und wenden, wie du willst:
Schweigen ist ein Teil der Leugnung
0815tussi - am Donnerstag, 14. August 2003, 15:35 - Rubrik: explosives
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nicht nur zum grausen ...
das lesen des flash-mob-blogs kann auch durchaus amüsant sein. :)
dieses argument gegen einen bestimmten flashmob finde ich z.b. köstlich:
Fiftyone meinte am 2003.08.12, 19:47:
Naja...zu Peinlich !
ne...da komm ich mir ja vor wie n Putzmann !!!
putzmann? wäh wie peinlich ... :))
das lesen des flash-mob-blogs kann auch durchaus amüsant sein. :)
dieses argument gegen einen bestimmten flashmob finde ich z.b. köstlich:
Fiftyone meinte am 2003.08.12, 19:47:
Naja...zu Peinlich !
ne...da komm ich mir ja vor wie n Putzmann !!!
putzmann? wäh wie peinlich ... :))
das da. aber hauptsache, wir haben "spaß".
0815tussi - am Sonntag, 10. August 2003, 19:50 - Rubrik: tiefer als tief
weil das ein sehr umfangreicher comment ist, der meiner ansicht nach viele verschiedene aspekte beinhaltet, erlaube ich mir, damit einen eigenen thread zu eröffnen:
ferromonte antwortete am 2003.08.03, 18:13:
"feminismus" ist dann und deshalb negativ besetzt, weil es frauen gibt (und es sind sicher die wenigeren), die mit - verbaler -gewalt gegen ihre männlichen kollegen vorgehen. damit meine ich "unredliche" diskussionstechniken (dauernder ebenenwechsel mit abschließendem vulgärpsycholgischen k.o. ...) und dieselben fehler und großen fehler, die männer immer schon gemacht haben: arroganz, überheblichkeit und größenwahn. frauen können das genauso gut wie männer. und dadurch (meine erfahrung) kriegt eine selbstdefinition einer solchen frau als feministin einen negativen touch. ich bin klar genug im kopf, um deshalb keine pauschalurteile gegen feministinnen und den feminsimus reiten zu müssen. aber die negative besetzung ist eben auch ein fakt. das gibt es wirklich, und grade auf der uni ... es geht um eine gewisse emotionale bereitschaft zum streit, gepaart mit dem fehlen gedanklicher, rhetorischer und taktischer vorraussetzungen für einen fruchtbaren disput. (das habe ich selbst oft genug erlebt, und eine solche minus-feministin hatte auch einfluß auf den niedergang meiner beziehung zur mutter meines söhnchens. --> es wird viel zerstört von solchen ärschen.) ich mache hier pauschal keine frauen schlecht, das möchte ich klar sagen. aber wenn man sagen will, wo's lang geht muß man gelegentlich mehr mitbringen als bloß das weibliche geschlecht. daß bisher vor allem männer auch nur ihr geschlecht vorzuweisen hatten, um kursvorgaben zu machen, ist natürlich richtig. aber wenn die nach gleichberechtigung strebenden frauen nichts anderes tun als das, was die männer immer schon getan haben und machen, dann schauts nicht gut aus für die zukunft. das wort "feminismus" ist genau so schlecht und aus den selben gründen schlecht besetzt wie das wort "patriachale gesellschaft". [via tussi t(w)oday - plastikmädchen: Das schmutzige F-Wort]
ferromonte antwortete am 2003.08.03, 18:13:
"feminismus" ist dann und deshalb negativ besetzt, weil es frauen gibt (und es sind sicher die wenigeren), die mit - verbaler -gewalt gegen ihre männlichen kollegen vorgehen. damit meine ich "unredliche" diskussionstechniken (dauernder ebenenwechsel mit abschließendem vulgärpsycholgischen k.o. ...) und dieselben fehler und großen fehler, die männer immer schon gemacht haben: arroganz, überheblichkeit und größenwahn. frauen können das genauso gut wie männer. und dadurch (meine erfahrung) kriegt eine selbstdefinition einer solchen frau als feministin einen negativen touch. ich bin klar genug im kopf, um deshalb keine pauschalurteile gegen feministinnen und den feminsimus reiten zu müssen. aber die negative besetzung ist eben auch ein fakt. das gibt es wirklich, und grade auf der uni ... es geht um eine gewisse emotionale bereitschaft zum streit, gepaart mit dem fehlen gedanklicher, rhetorischer und taktischer vorraussetzungen für einen fruchtbaren disput. (das habe ich selbst oft genug erlebt, und eine solche minus-feministin hatte auch einfluß auf den niedergang meiner beziehung zur mutter meines söhnchens. --> es wird viel zerstört von solchen ärschen.) ich mache hier pauschal keine frauen schlecht, das möchte ich klar sagen. aber wenn man sagen will, wo's lang geht muß man gelegentlich mehr mitbringen als bloß das weibliche geschlecht. daß bisher vor allem männer auch nur ihr geschlecht vorzuweisen hatten, um kursvorgaben zu machen, ist natürlich richtig. aber wenn die nach gleichberechtigung strebenden frauen nichts anderes tun als das, was die männer immer schon getan haben und machen, dann schauts nicht gut aus für die zukunft. das wort "feminismus" ist genau so schlecht und aus den selben gründen schlecht besetzt wie das wort "patriachale gesellschaft". [via tussi t(w)oday - plastikmädchen: Das schmutzige F-Wort]
0815tussi - am Sonntag, 3. August 2003, 18:29 - Rubrik: hirnwixereien
Wieso sträuben sich eigentlich so viele Frauen, sich als Feministinnen zu deklarieren, auch wenn sie letztlich feministisch handeln und leben?(21.05.2003, 14:44) [via plastikmädchen: Das schmutzige F-Wort]
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